|
 Mitglieder:
v.l.n.r. Johann-Peter Büchele Franz-Josef Heidegger Josef Feurstein Franz-Josef Feldkircher Josef Hammerer Melchior Meusburger (Obmann) Kaspar Ritter Kaspar Simma (Kapellmeister) Johann-Michael Beck Johann Geser Michael Meusburger Johann Heidegger Michael Moosbrugger Leo-Peter Simma Wilhelm Hammerer Johann Meusburger Fridolin Simma
Im Jahre 1876 bildeten Jodok Meusburger, Anton Schneider, Melchior Meusburger zur Mühle und Kaspar Simma Egg eine Tanzmusik. Die Instrumentierung war folgende: Zwei Violinen, eine Flöte und Violoncello. Leiter dieser Gesellschaft war Jodok Meusburger, welcher dann im Herbst 1876 als Lehrer nach Haselstauden versetzt wurde. Durch den Abgang desselben löste sich die Gesellschaft auf, wodurch einer guten Unterhaltung ein Ende gemacht wurde. In Kaspar Simma wurde der Wunsch rege die Sache weiter zu führen, nachdem er aber kein Violinspieler war, kam er auf den Gedanken eine kleine Tanzmusik mit Blasinstrumenten zu bilden. Um sich selbst vorerst die allernotwendigsten Kenntnisse anzueignen, schaffte er sich ein Waldhorn und ein Flügelhorn an. Nachdem er sich dies erworben, ging er daran Mitglieder für die kleine Musik zu bekommen. Michael Meusburger zur Mühle war bereit, das vorhandene Waldhorn zu übernehmen. In kurzer Zeit wurde Meusburger misstrauisch indem er glaubte die Sache finde zu keinem Ziele. Kaspar Simma war daher genötigt einen Ersatz zu suchen, den er in Leo Simma zur Mühle sofort fand. Dies war an einem Sonntag Ende des Sommers 1876. Am darauf folgenden Montag wurde Josef Hammerer zum Engel angegangen die Trompetenstimmen zu übernehmen. Als Klarinettist hatte sich bereits früher Melchior Meusburger zur Mühle erklärt. Vier Stimmen waren somit vorhanden und es fehlte noch der Bassist, wozu Johann Heidegger zur Mühle engagiert wurde. Es handelte sich nun um die Anschaffung der Instrumente, wobei die Vereinbarung getroffen wurde, dass jeder sein Instrument selbst bezahle, und dass man dem Johann Heidegger bei Anschaffung des Bombardinos entgegen komme. Nachdem die erforderlichen fünf Instrumente angeschafft waren, wurde fleißig gelernt und nach zirka drei Wochen konnte der erste Walzer aus Ziehrers „Himmel voll Geigen“ annähernd richtig gespielt werden. Die Sache fand Anklang und es meldeten sich zum Eintritt weiter: Michael Meusburger Mühle, Jodok Geser Sutter, Michael und Josef Moosbrugger Gerbe, Konrad Fetz, Josef Feuerstein und Kaspar Ritter zur Mühle. Dieser Neueintritt veranlasste Neuanschaffungen und Änderungen in der Instrumentierung. Kaspar Simma übernahm die Es-Klarinettstimme und blieb Kapellmeister. Im weiteren wurden angeschafft für Michael Moosbrugger ein B-Klarinett, für Josef Feuerstein ein B-Bombardino, für Michael Meusburger eine hoch C-Trompete und für Kaspar Ritter ein B-Althorn. Jodok Geser war als Klarinettist ausersehen, fand aber die Sache zu schwierig und erklärte deshalb gleich bei der ersten Probe seinen Austritt. Konrad Fetz übernahm von Josef Hammerer die Es-Trompete und Hammerer wurde Flügelhornist. Bei Anschaffung aller vorbeschriebenen Instrumente streckte Leo Simma Löwenwirt das erforderliche Geld vor und es wurde am 1. März 1877 der Musikverein auf Grund der am Ende dieses Buches eingelegten Statuten gegründet
|